"Ich bin ein Kleinbürger und kann nicht lächeln wie Mozart.
Ich bin ein Kleinbürger und neige dazu, alles zu dramatisieren."
- Pier Paolo Pasolini, italienischer Regisseur, 1922-1975.
| Aene Gespinst |
aene gespinst.
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19.06.12
14.06.12
Aufstand
"Ich werde nie wieder nichts tun", sagte das Känguru traurig.
"Nie wieder?", frage ich.
"Sie lassen einen nicht", sagte das Känguru.
.
(als es von dem Ministerium für Produktivität abgeholt wird,
Anm.: aene gespinst).
- Marc-Uwe Kling, Das Känguru-Manifest
.
Der rebellischste Akt heutzutage: Nichts tun. Gar nicht so einfach.
Ich bereite mich auf eine Rebellion vor diesen Sommer.
"Nie wieder?", frage ich.
"Sie lassen einen nicht", sagte das Känguru.
.
(als es von dem Ministerium für Produktivität abgeholt wird,
Anm.: aene gespinst).
- Marc-Uwe Kling, Das Känguru-Manifest
.
Der rebellischste Akt heutzutage: Nichts tun. Gar nicht so einfach.
Ich bereite mich auf eine Rebellion vor diesen Sommer.
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07.02.12
Food | A Case for Vegetarianism
Seitdem
ich das Buch "Eating Animals" (J.S. Foer) gelesen habe, denke ich über den Zusammenhang
zwischen Essen und meinen Erinnerungen nach, über bestimmte Gerichte, Gebäcke,
Gerüche, die in eine
bestimmte Zeit gehören. So wie man einen persönlichen
Soundtrack hat – bestimmte Musik, die man zu
einer bestimmten Zeit gehört hat –
so gibt es auch einen Foodtrack.
Familienfeste,
zum Beispiel, schmecken nach Butterkuchen, Frankfurter Kranz und Graubrot.
Familienbrunchs
zu besonderen Angelegenheiten oder mit Gästen schmecken nach Mohngugelhupf oder
Hefezopf. Meine Kindergeburtstage nach Marmorkuchen, der so richtig schön
schwarz/weiß war. Wochendmarkt-
Besuche in Lyon nach Oliven und Comté fruité. Skiurlaub
nach Germknödeln mit Mohn. Meine Zeit auf dem
Bauernhof in den Marken nach Farro
(gekochter Roggen). Sommer zu Hause nach Beeren und selbstgemachtem
Eistee. Tanzfreudige
Abende nach Gin Tonic.
So könnte ich jetzt noch lange weitermachen. Wonach schmecken eure Erinnerungen?
So könnte ich jetzt noch lange weitermachen. Wonach schmecken eure Erinnerungen?
Essen
ist das schönste und wertvollste und auch geselligste, was man machen kann. Deswegen
gehört
für mich dazu, dass ich mir Gedanken darüber mache, was ich esse, woher
es kommt, und welche
ökologischen oder sozialen Auswirkungen meine Art zu essen hat. Deswegen gehört Fleisch für mich nicht dazu.
"The question of eating animals hits chords that resonate deeply with our sense of self – our memories,
ökologischen oder sozialen Auswirkungen meine Art zu essen hat. Deswegen gehört Fleisch für mich nicht dazu.
"The question of eating animals hits chords that resonate deeply with our sense of self – our memories,
desires, and values. Those resonances are potentially controversial, potentially threatening, potentially
inspiring, but always filled with meaning. (…) The questions of eating animals is ultimately driven by our
intuitions about what it means to reach an ideal we have named, perhaps incorrectly, 'being human'."
- J.S. Foer, Eating Animals, p. 264 (Penguin Edition)
"Animal agriculture makes a 40% greater contribution to global warming than all transportation
in the world combined; it is the number one cause of climate change."
- J.S. Foer, Eating Animals, p. 264 (Penguin Edition)
"Animal agriculture makes a 40% greater contribution to global warming than all transportation
in the world combined; it is the number one cause of climate change."
- J.S. Foer, Eating Animals, p. 58
Foer bettet seine Überlegungen zum Essen von Tieren in verschiedene Familiengeschichten
Foer bettet seine Überlegungen zum Essen von Tieren in verschiedene Familiengeschichten
ein (wie eigentlich alle seine Romane Familiengeschichten sind). Besonders
Thanksgiving hat es ihm angetan
und die Frage, wie dieses Fest ohne den Turkey
aussieht. (Schön und zeitgemäß ist die Antwort, denn der
heutige Truthahn aus
dem Mastbetrieb vollgepackt mit Hormonen und Medikamenten wäre für die frühen
Pilgrims kein Anlass gewesen zu feiern.
Stimmt, denke ich).
Unsere
persönlichen Entscheidungen über das Essen werden nie ganz privat bleiben, da
wir mit/bei/vor anderen
Menschen essen, weil Essen verbindet genauso wie
polarisiert. (Weil wir mit Freunden "heute Abend
zusammen was kochen", eine sehr deutsche Tradition, die
exportiert werden sollte). Deswegen besteht
Hoffnung, dass unsere
persönliche Achtsamkeit mit Nahrung, unser Bewusstsein, Kreise ziehen
werden.
"As a 'solitary eater' your decisions will, in and of themselves, do nothing to alter the industry.
"As a 'solitary eater' your decisions will, in and of themselves, do nothing to alter the industry.
That said, unless you obtain your food in secret and eat it in the closet, you don’t eat alone. We eat as
sons and daughters, as families, as communities, as generations, as nations, and increasingly
as a globe. We can’t stop our eating from radiating influence even if we want to. (…)
as a globe. We can’t stop our eating from radiating influence even if we want to. (…)
Eating is a social act."
- J.S. Foer, Eating Animals, p. 261
PS: Ach
so, ich bin natürlich auch ein bekennender Fan von Quinoa, Kichererbsen,
Amaranth,
Hülsenfrüchten, Nüssen, Wurzelgemüse usw. Das gehört sich wohl so für
ordentliche Vegetarier. Zu meiner
Verteidigung bleibt zu vermerken, dass David
Lynch auch eine ausgeprägte Schwäche für Quinoa hat.
15.04.11
Best of Mietvertrag
Ich habe ja bereits angemerkt, dass safety hier The Big Issue ist. Deswegen möchte mal aus meinem 17-seitigen Mietvertrag zitieren, der nichts dem Zufall überlässt und unfreiwillig komisch ist. Es finden sich dort Regeln für alle Bereiche des Lebens und Mietens.
Tipps zum Energiesparen in den Tropen:
Und natürlich: Drogen und "Parties in Anführungszeichen":
Ein klein bisschen lustig ist das schon, so viele Anforderungen, um in einer (umgebauten) Garage leben zu dürfen. Aber auch auf kleinem Raum will anständig gelebt werden und anständig, das sind wir.
Tipps zum Energiesparen in den Tropen:
"Where a fixed rate is agreed the tenant nevertheless agrees to be frugil and not waste energy by e.g. not adjusting thermostactic radiator valves to the optimum position creating the most comfortable temperature for each area instead of e.g. having the whole house set at an unnecessary tropical level."Wie man sich verhalten sollte, wenn der Landlord potentielle neue Mieter zur Besichtigung einlädt, zum Beispiel der zu akzeptierende und nicht mehr zu akzeptierende Grad der Sauberkeit zum Zeitpunkt der Besichtigung:
"Ultracleanliness is not expected e.g. an isolated sink full of dirty dishes some might reasonably expect. A number of factors combine to deter prospective viewers, e.g. dirty: floors, toilets, sinks, hobs, hoods, ovens, fridges, cluttered kitchen worktops, the smell of damp washing (unreasonable where a dryer is provided), the inability to walk across floors without risk of stepping upon possessions and general clutter."Zum Glück riecht unser Kühlschrank immer nach Bergblümchen. ...Aber auch wie hübsch man selbst bei der Besichtigung dreinschaut, ist vertraglich festgelegt:
"Not allow a lack of personal hygiene or sensitivity to others to adversely affect the comfort and wellbeing of other members or prospective members of the household or visitors thereto."Und viele generelle Anforderungen an das Verhalten des Mieters:
"Will place any waste food matter and tin lids within tied up binliners to minimise smell within the Grey coloured Landfil wheelie bin the lid of which must not be allowed to remain open to prevent vermin getting in."Zum Glück riecht auch unser Grey coloured Landfil wheelie bin immer nach Bergblümchen. ...Stören sollte man seine Mitbewohner keinesfalls:
"Such nuisance will include, e.g. locking household items in your room – e.g. vaccuum cleaner; repeated requests to borrow money or possessions; intimidation; bullying of tenants by either male or female; domination of space or speech; uninvited sexal advances; sexual harrasement; threatening words or actions; offensive language; statements or words likely to intimidate or cause fear of rape or violence; fear for personal safety; uninvited or unwanted noise which can be heard by others behind a closed door."Domination of space ist mitunter schwierig zu unterbinden, wenn man sich in einem Raum kaum um die eigene Achse drehen kann. Da kommt man sich unfreiwillig schon mal recht dominant vor. Ich gebe mir trotz allem große Mühe, auf 10qm sehr unauffällig zu wirken, ja regelrecht zu verschwinden.
Und natürlich: Drogen und "Parties in Anführungszeichen":
"Not become unacceptably disorderly or intoxicated by any form of alcohol, drugs or chemical whilst in the household, nor enter the property in such a condition, nor permit visitors nor encourage others to do so, nor be in any way connected with such activities. Not take drugs other than prescribed by doctors for the duration of any tenancy or residency. Written permission from the landlord is required before inviting more than ten individuals to a ‘party’ at the accommodation."Und zu guter Letzt, und das ist echt der Kracher, finden sich im Mietvertrag tiefgründige Überlegungen zu Gefahrenpotentialen von Haustieren:
"Cats and rabbits would not be allowed due to inter alia potential damage, allergies and similarly dogs but a guide dog would be considered, likewise a goldfish as it is unlikely to cause damage. Each request would be considered relative to the perceived threat or risk presented."
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20.02.11
Required Reading
Diamond, Larry. 2008. The Spirit of Democracy. The struggle to build free societies throughout the world. New York: Holt Paperbacks, pp. 17-87.
Wolin, Sheldon. 2008. Democracy Incorporated: Managed Democracy and the Specter of Inverted Totalitarianism. Princeton: Princeton University Press.
Adorno, Theodor and Max Horkheimer. 1979. (1944). Dialectic of Enlightenment. London: Verso Edition, chapter: „The Culture Industry: Enlightenment as Mass Deception“, pp. 120-167.
Cohn, Carol. 1987. „Sex and Death in the Rational World of Defence Intellectuals“ in: Signs: Journal of Women in Culture and Society, vol.12, no.4, pp. 687-718.
09.11.09


Die Uni ist in letzter Zeit wirklich zu kurz gekommen. Heute habe ich es mal wieder versucht, leider hat mich dann aber geärgert, dass ich die ganze Dauer des Kurses über auf Kommentare zu meinem Kontaktbogen gewartet habe (und sonst nichts).
Da war meine Lektüre spannender. Ich habe entdeckt, dass die Zeit beim Straßenbahnfahren mit Lesen schneller vergeht als mit Musikhören. Auf dem Rückweg war ich wieder äußerst eingequetscht, hatte aber zwischen mir und der Tür einen kleinen Spalt um mein Büchlein aufzuklappen.
Ich lese "The Bell Jar" von Sylvia Plath (englisch ist die beste Sprache zum Lesen). Ich empfehle es allen jungen (und älteren) Mädels (ach, auch Jungs), es geht um Lebensentwürfe, Träume, Verzweiflung, die Liebe und das Schreiben. Die Sprache ist einfach, essenziell, zart und manchmal sarkastisch.
Voilà ein Auszug, Mädels, was werden wir am Ende wählen?
"The one thing I was good at was winning scholarships and prizes, and that era was coming to an end.
I felt like a racehorse in a world without racetracks or a champion college footballer suddenly confronted by Wall Street and a business suit, his days of glory shrunk to a little gold cup on his mantel with a date engraved on it like the date on a tombstone. I saw my life branching out before me like the green fig tree in the story.
From the tip of every branch, like a fat purple fig, a wonderful future beckoned and winked. One fig was a husband and a happy home and children, and another fig was a famous poet and another fig was a brilliant professor, and another fig was Ee Gee, the amazing editor, and another fig was Europe and Africa and South America, and another fig was Constantin and Socrates and Attila and a pack of other lovers with queer names and offbeat professions, and another fig was an Olympic lady crew champion, and beyond and above these figs were many more figs I couldn't quite make out.
I saw myself sitting in the crotch of this fig tree, starving to death, just because I couldn't make up my mind of the fig I would choose. I wanted each and every one of them, but choosing one meant loosing all the rest, and, as I sat there, unable to decide, the figs began to wrinkle and go black, and, one by one, they plopped to the ground at my feet."
Sylvia Plath, The Bell Jar, 1971.
17.10.09


||| Bin krank. Seit gestern. Der 2. Tag im Bett. Ich weiß nicht, ob es günstige Zeitpunkte zum Krankwerden gibt, aber gestern war er sehr ungünstig. Ich wollte ja meine Ausstellung vorbereiten! Habe mich dann also dank Parazetamol doch noch zum Ausstellungsort geschleppt. Ich war so neugierig, ob die Bilder auch gut herauskommen. Und ja! Die Stadt Lyon, die die Ausstellung finanziert, hat sich nicht lumpen lassen: Jedes Foto wurde in ca. A3-Größe auf kanadisches Holz gedruckt, sehr schön. Da braucht man gar keinen Rahmen mehr. Das Aufhängen habe ich dann anderen überlassen.
||| Glück im Unglück:
"Das ist so sonderbar, - krank und dumm - ich weiß nicht, ob ich mich richtig ausdrücke, aber mich mutet es ganz eigentümlich an, wenn einer dumm ist und dann auch noch krank, wenn das so zusammenkommt, das ist wohl das Trübseligste auf der Welt."
Hans Castorp aus dem Zauberberg
||| Kranksein lässt ein wenig mehr Zeit als gewöhnlich für die Beschäftigung mit Bildbänden. Ich habe einen von der Fotografin Laurence Leblanc angeschaut, die in Kambodscha Kinder fotografiert. Die Bilder sind schwarz-weiß und unglaublich verschwommen, was sie lebendig und ein wenig tragisch macht. Vor dem Hintergrund der Geschichte dieses Landes finde ich ihre Herangehensweise sehr berührend. Dieses und dieses Foto mag ich besonders. Auf ihrer Webseite findet man noch mehr.
Rithy Panh, kambodschanische Cineastin, kommentiert in L. Leblancs Bildband:
"Dans ces images, j'ai le sentiment que quelqu'un dérive puis qu'on le ramène petit à petit, pas à pas. La vie est là, mais n'est pas encore visible."
Laurence Leblanc: Rithy, Chéa, Kim Sour et les autres.
||| Schließlich bin ich auch in meiner Satzsuche weitergekommen. Es wird ein Satz von der Dichterin Norma Cole. Ich habe ihren Gedichtband bestellt und warte noch!
Ein schönes Wochenende!
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28.09.09


Basilique de Fourvière, Tour métallique. Lyon.
||| Ich sitze in der Metro, wie so oft, wie so lange tagtäglich. Eine Schwarze sitzt mir gegenüber, sie holt zwei dicke Kunsthaarsträhnen aus einer Plastiktüte und fängt an, diese hingabevoll zu bürsten.
||| Auf der Straße laufend höre ich hinter mir meinen Namen. Ich bleibe stehen, drehe mich um und gucke verdutzt zwei unbekannten jungen Herren ins Gesicht, die mich verdutzt anschauen. Einer fragt mich, ob ich Anne heiße - das kann ich ja nur bejahen!
||| Meine Schwäche für Pete.
||| Francesca Woodman, Fotografin, die mich sehr fasziniert. Sie fotografierte meistens sich selbst und meistens nackt. Jedoch sehr schlicht und unprätentiös. Hier einige ihrer Bilder und die Biographie ihres kurzen Lebens. Sie hat sich mit 22 umgebracht.
Glücklicherweise hatte die Bibliothek ein Buch über sie, denn alle Bildbände über Francesca Woodman sind entweder vergriffen oder sehr teuer. Daraus ein Zitat von Sloan Rankin, Mitbewohnerin und Kommilitonin:
"Je n'ai jamais eu l'impression que la photographie ait été réllement son meilleur moyen d'expression. La plupart des photographes préfèrent les choses impeccablement époussetées, mais il me semblait que Francesca était plus à l'aise dans ce qui était poussiéreux (elle avait aussi une prédilection marquée pour le moisi). [...] On doit d'abord saisir la dimension tactile de son oeuvre. Il faut sentir le contact des surfaces et des objets photographiés avec la peau nue. Je le sais parce que je me suis retrouvée, plus d'une fois, plongée dans de la farine ou dans quelconque autre substance."
"Peach Mumble, idées sur le feu" in Francesca Woodman, Fondation Cartier pour l'art contemporain, Paris, 1998.
||| Mein Schwesterherz hat mir gezeigt, dass unsere Wände leben!
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Sinnbereinigt,
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21.09.09
Eine der beiden Bars in Chambon-le-château. Das Rauchverbot ist hier noch nicht angekommen. Die Männer nehmen hier ihren Apéro zu sich und legen die Beute auf die Theke: zwei kleine Vögel, selbst erlegt. Nicht viel Fleisch dran, aber ein Gaumenschmaus sondergleichen, habe ich mir erklären lassen.
Diese Bar war eine Männerdomäne. Und da habe ich mich daran erinnert, dass ich in zwei Büchern diesen Sommer etwas über Weiblichkeit und Lächeln gelesen habe. Das möchte ich zitieren.
"Encore petit, je devinais que ce sourire très singulier représentait pour chaque femme une étrange petite victoire. Oui, une éphémère revanche sur les espoirs déçus, sur la grossièreté des hommes, sur la rareté des choses belles et vraies dans ce monde. Si j'avais su le dire, à l'époque, j'aurai appelé cette façon de sourire 'féminité'... Mais ma langue était alors trop concrète. Je me contentais d'examiner, dans nos albums de photos, les visages féminins et de retrouver ce reflet sur certains d'entre eux."
Andreï Makine, Le testament français.
"Revenons au sourire de ma mère.
Il se cachait, ce sourire. Étirait juste la pointe extrême de ses lèvres. N'allumait que de brefs éclairs dans les très sombres yeux maternels. Imperceptibles traces d'ironie. Sentiment de supériorité, à peine décelable. Un chef-d'oeuvre de sourire. Un sourire de femme qui dit silencieusement à son mari: en ce moment, tu es un peu ridicule, avec ton orgeuil et ta naïvité d'homme, mais ça ne fait rien, je t'aime."
Erik Orsenna, Madame Bâ.
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